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Unsere Bienen fliegen in  Issum, Geldern und in Weeze auf dem Flughafengelände,

sammeln den süßen Nektar der verschiedenen

Blüten der Gärten und Wiesen, Bäume und Sträucher,

Waldblumen und Kräuter und sorgen ganz selbstverständlich

auch noch für die Bestäubung derselben.

Unser Honig ist seit 1954 güteüberwacht durch den Deutschen Imkerbund DIB

-  am Gewährstreifen des DIB erkennbar.

Unseren Honig verkaufen wir nur an Endverbraucher.

Spolders-Honig Natur pur seit 1954

1953 begann Fritz Spolders mit einer kleinen Hobbyimkerei hinter seinem großen Garten am Waldrand. Seine Familie - seine Ehefrau Josefine und sechs  Kinder hätten am liebsten den Honig alleine gegessen, weil er so unvergleichlich lecker war. Die Bienen schleppten aber so fleißig den süßen Nektar, dass auch Verwandte, Nachbarn und befreundete Familien davon profitierten.

1954 trat Fritz Spolders dem Imkerverein Aengenesch bei.

Von Anfang an arbeitete er nach den Richtlinien des Deutschen Imkerbundes.

Als 1991 eine Erkrankung  das Arbeiten an den Bienenvölkern zu schwer werden ließ, beschloss sein Sohn Albrecht Spolders die Imkerei fortzuführen. Mit  Rat  und Tat - so es ging -  arbeitete Fritz Spolders noch mit großer Freude darüber bis an sein Lebensende mit an den Bienenvölkern.  Der Bienenzuchtverein Aengenesch und Umgebung freute sich über den Imkernachwuchs.

Und besonders die treuen Honigkunden von Fritz Spolders brauchen nicht auf den unvergleichlich leckeren Honig verzichten. Wegen der vielen zufriedenen Kunden

wurden  dann mit den Jahren aus einem Standort mit vier Bienenvölkern vier Standorte mit vielen Bienenvölkern

 

Mission: Umweltpolizei

BIOMONITORING. Der Honig zehntausender fleißiger Bienen gibt Aufschluss über die Schadstoffbelastung am Weezer Airport.

WEEZE. Nicht nur Flugzeuge, auch zehntausende kleine Brummer starten und landen auf dem Weezer Niederrhein Flughafen. Drei Bienenvölker leben auf dem Gelände. Die Insekten sind in besonderer Mission unterwegs. Als schwarz-gelbe Umweltpolizei dienen sie als Indikatoren für Schadstoffe. Der Honig, den sie produziert haben, ist jetzt getestet und für gut befunden worden - Biomonitoring nennt sich das Verfahren.

 

Der englische Begriff bedeutet übersetzt soviel wie "biologische Überwachung". Es geht darum lebende Organismen einzusetzen, um die Umweltqualität zu beobachten. Bienen sind besonders gute "Wächter", weil sie die Schadstoffe direkt über Wasser und Luft und natürlich indirekt über den Nektar, den sie sammeln, und die Pollen der Blüten, die sie anfliegen, aufnehmen können.

 

Großes Erntegebiet

 

Mit einer Untersuchung des Honigs kann dann festgestellt werden, ob eine Schadstoffbelastung im Erntegebiet besteht und wie diese sich zusammensetzt. "Die Bienen fliegen auf der Suche nach Blüten einen Radius von zwei Kilometer ab", erklärt Hobby-Imker Albrecht Spolders, "sie verteilen sich also über das gesamte Flughafengelände." 620 Hektar ist das groß, dessen Flora mit Hilfe der fleißigen Bienen flächendeckend erfasst werden kann.

 

Der Honig der so genannten Sommertracht der Airport-Bienen ist hell und fest. 50 Kilo hat jedes der drei Völker in diesem Sommer produziert. "Zum größten Teil ist das Brombeerhonig", weiß Albrecht Spolders, der die Völker am Weezer Flughafen aufgestellt hat, "auch Akazien- und Lindenblüten haben die Bienen im Sommer angeflogen." Dem strahlenden WM-Sommer sei die Süßigkeit auf jeden Fall würdig, schwärmt der 59-Jährige. Cremig und süß sei der Honig mit einem kraftvollen Aroma. Das man ohne Sorge genießen kann: "Die Testergebnisse waren einwandfrei."

 

Die Wissenschaftler vom Labor Orga-Lab in Zirndorf, die den Airport-Honig testeten, haben ihm in ihrem Prüfbericht ein gutes Zeugnis ausgestellt. das Naturprodukt zeigte keinerlei Hinweise auf auffällige Schadstoffmengen. "Alle ermittelten Werte lagen signifikant unterhalb der EU-weit empfohlenen Richt- und Höchstwerte, viele anorganische Stoffe lagen unterhalb der Nachweisgrenze" - heißt es in einem kleinen Heftchen, das an die Honiggläser geheftet wurde. Gläser, die in limitierter Auflage vom Flughafenbetreiber zu besonderen Anlässen verschenkt wird. Das Analytiklabor, das für die Weezer nach Schadstoffen gesucht hat, testet auch Honigproben von anderen Flughäfen. Unter anderem setzt man nämlich auch in Düsseldorf, Hamburg, Dresden und Nürnberg auf die Hilfe der schwarz-gelben Insekten.

 

Typische Schadstoffe

 

Getestet wird üblicherweise auf Luftschadstoffe, die typisch verkehrsbedingt sind. "Für uns war die Untersuchung in diesem Sommer eine Premiere", berichtet Holger Terhorst, Marketing Manager beim Flughafen. Das Biomonitoring soll dauerhaft weiter verfolgt, in jedem Jahr Proben getestet werden, um mögliche Veränderungen festzustellen.

 

Im Frühjahr diesen Jahres hat Hobby-Imker und Flughafenpolizist Albrecht Spolders die drei Völker zum Flughafen gebracht. Über den Winter hatte er das Bienenhaus umgebaut, das in einer Werkstatt im ehemaligen Bombenlager des Airports untergebracht ist. Er hat sich einen idealen Standort ausgesucht. Als Flughafenpolizist seit 2003 für Sicherheit und Ordnung zuständig, kennt er das Gelände schießlich wie seine Westentasche. Hatte schon länger mit dem Stantort geliebäugelt. In Geldern und Issum hat Albrecht Spolders, der dem "Imkerverein Aegenesch und Umgebung" angehört, weitere Bienenstöcke stehen. Jetzt bereiten die Airport-Bienen sich auf den Winter vor. Auf 20 000 Tiere schrumpft ein Volk, wenn im August, die Saison vorbei ist. Zehn bis 15 Kilo Zuckerteig muss der Imker unters Volk bringen, damit die Insekten die kalte Jahreszeit überleben. Ab April wächst die Bevölkerung im Bienenstock wieder auf etwa 70 000 an, wenn es wieder Frühlingsblüten gibt, die angesteuert werden können. Auf dem Klever Wochenmarkt an der Neuen Mitte ist der Honig von Albrecht Spolders´ Bienen donnerstags zu bekommen. Freitags auf dem Markt in Geldern. Der getestete Sommerblütenhonig vom Weezer Airport kostet im 250 Gramm-Glas drei Euro, 500 Gramm kosten 4,90 Euro. Auch Frühblütenhonig wird verkauft. (sb)

 

 

08.11.2006 NRZ SIMONE BELLINGRÖHR