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Varroa:
Behandlung der Völker mit Milchsäure 15%

(Erfahrungen der Autoren Chr. M. Strobl und J.-P. Ecke nach Dr. Chr. Otten et alio, Stand Januar 2004

 

Leitsatz: "Erst das Wasser, dann die Säure, sonst passiert das Ungeheure!"

 

Vorbereitung: Die handelsübliche Milchsäure (MS) wird in einer Konzentration von 80 v. H. angeboten. Um die bienenverträgliche 15%ige Lösung herzustellen, ist wie folgt umzurechnen: 5,325 Teile Wasser sind mit einem Teil MS 80% zu vermischen. Die Bieneninstitute haben acht ml (ccm) Milchsäure 15% je besetzter Wabenseite (DN und ZA) als ausreichend festgestellt. Herbst 2002 hat Dr. Otten (Bieneninstitut Mayen) erklärt, die Milchsäure brauche vor dem Besprühen der Völker nicht erwärmt zu werden, weil der feine Sprühnebel bereits während des Sprühvorganges auf Außentemperatur abkühlt.

 

Konzept: Die Behandlung mit Milchsäure kann nur Teil eines Behandlungskonzeptes sein. Eine ausschließliche MS-Behandlung führt vermutlich bald zur Bildung eines neuen, gegen Milchsäure resistenten Stammes von Varroa destructor. Das Konzept könnte so aussehen: Im Frühjahr, wenn die Milben unter Legedruck stehen, werden die ersten ein bis drei verdeckelten Brutwaben entnommen und tiefgefroren. Den Völkern schadet das weniger, als die erst später erkennbaren Schädigungen durch verbleibene Varroen. Jetzt die Drohnenrahmen direkt an das Brutnest hängen (immer wieder bauen lassen!) und bei der Sieben-Tage-Kontrolle (spätetens alle 14 Tage) austauschen. Ein intaktes Volk baut in der Saison bis zu acht Drohnenwaben aus. Etwa zwei Wochen vor der erwarteten Kirschblüte empfiehlt es sich, die Drohnenrahmen direkt ins Brutnest zu hängen. Dort ziehen sie die Milben noch besser auf sich. Ekkehard Uhlenbrock (BM 4/2003)hat entdeckt, dass nach diesem Verfahren beim Ausbau der Mittelwände im Honigraum kaum noch Drohnenzellen angelegt werden.

Bei Völkern, die nicht der Honiggewinnung dienen, z. B. Vatervölker, Bestäubungsvölker, kann bei starkem Befall im April oder Mai eine Blockbehandlung mit Bienenwohl durchgeführt werden.

Nach dem Abschleudern im Juli die alten verdeckelten Brutwaben entnehmen und einschmelzen, offene Brutwaben jedoch belassen. Sofort auffüttern mit etwa 7,5 Kilogramm Futterteig bei gleichzeitiger oder anschließender Behandlung mit Ameisensäure 60%. Dabei den offenen (Lüftungs-/Wander-) Boden der Beute schließen.

Nach vorläufiger Beendigung einer Kältephase sowie Außentemperaturen von +05°C zwischen elf und 15 Uhr (eigene Erfahrung: Außentemperatur +10 bis +11 Grad C verklammt weniger Bienen) und wenn eingeschränkte Bruttätigkeit vermutet werden darf, erfolgt im Spätherbst die MS-Behandlung im Sprühverfahren. Eingeschränkte Bruttätigkeit bzw. gar keine Bruttätigkeit erzielt man durch großzügiges Einfüttern, ggf. durch Nachfüttern im Oktober auf 18 bis 20 kg für auf zwei Zargen stehende Völker.

Bei bereits erkennbar starkem Befall zum Zeitpunkt des Abschleuderns empfiehlt es sich, die Völker abzufegen, sie gegen Varroa zu behandeln und als Ableger neu aufzubauen. Dieses Verfahren ist von den Imkern in der ehemaligen DDR erfolgreich angewendet worden. Die Brutwaben werden schockgefroren, geschnitten und eingeschmolzen. Man kann die geschnittene verdeckelte Brut auch Vogelzüchtern zur Verfügung stellen.

Materialbeschaffung: Ein Liter Milchsäure 80% kostet in der Apotheke 16 bis 20 Euro, in der Drogerie ca. 12,00 Euro. Lieferant wäre auch Arauner, Tel. 09321-135013. Als Schutz werden Gummi-Handschuhe, Schutzbrille, Feinstaubmaske (Brillenträger: Maske mit Ventil FFP2S von Lux, bei Obi ca. 3,00 Euro), empfohlen. Allzwecksprühpistolen sind störanfällig. Praktisch ist der bei der Kalmierung offener Völker statt eines Räuchergerätes verwendete Druckpumpen-Zerstäuber (Vorox-Drucksprüher der Fa. Uranius, ca. 10,00 Euro, Grüner Markt, Raiffeisenmarkt).

 

Arbeitsweise: Bei der letzten Durchsicht im Frühherbst werden jeder Zarge eine oder beide äußeren (Futter-, Drohnen- oder Bau-) Waben entnommen. Das gibt bessere Bewegungsfreiheit und weniger störendes Rucken beim späteren Ziehen. Die Waben werden den Völkern unmittelbar nach der letzten Behandlung wieder zugehängt. Durch Rucken an den festgekitteten Waben zwischen +5 und +9 Grad C kann ein Teil der den Waben verklammt aufsitzenden Bienen auf das Lüftungsgitter fallen und den Anschluß an das Volk verlieren. Nach dem Auszählen der auf der mit Melkfett präparierten Windel haftenden Milben wird über die Sprühbehandlung mit Milchsäure entschieden. Dr. Otten am 09. Nov. 2002: "Bei einem Totenfall von mehr als 0,5 Varroen in 24 Stunden muß eine Winterbehandlung stattfinden. Entscheidend sind jedoch nicht die toten Milben, sondern die, die unsere bisherigen Angriffe überlebt haben." Die von den Bieneninstituten empfohlene zweite winterliche Sprüh-Behandlung mit Milchsäure darf frühestens nach sieben Tagen stattfinden. Die Sprüh-Behandlung mit Milchsäure 15% wird bei Windstille und möglichst von zwei Personen vorgenommen. Ist der Imker gezwungen, bei leichtem Wind zu arbeiten, so wird die Wabe auf der dem Wind abgekehrten Seite der Beute gehalten und mit dem Wind gesprüht (Beispiel: Weht der Wind aus West, wird mit dem Wind in Richtung Ost gesprüht). Der Besitzer der Völker lockert die Waben behutsam mit dem Heber und zieht sie dann mit dem Zieher, der Helfer sprüht ~ abhängig vom Druck in der Sprühflasche ~ aus dem Abstand von 20 bis 25 cm über die Bienen. Sie dürfen nur benetzt, keinesfalls durchnäßt werden.

Sorgfältig arbeitende Imker haben in ihren Völkern nur gezeichnete Königinnen. Man erkennt sie mit einem Blick und achtet darauf, dass sie nur zart benetzt und keinesfalls mit der MS überbraust wird. Ein stilles Umweiseln des Volkes im November (!) wäre die fatale Folge. Noch besser: Mit Clip oder Fangglas wegfangen, unter der Schutzkleidung körpernah (Wärme!) aufbewahren und nach Ende der Behandlung wieder zusetzen. Die beiden äußeren Waben mit den ihnen aufsitzenden Bienen der Wintertraube werden überhaupt nicht besprüht, um deren Verklammen zu vermeiden.

Bei dem in vielen Regionen jahreszeitlich bedingten Sprühregen (NL: motregen), der meist mit angenehmen Temperaturen einher geht, lässt es sich gut unter einem ausgedienten Sonnenschirm arbeiten.

 

Zeitaufwand: Am Bieneninstitut in Mayen haben Berufsimker mit der Stoppuhr gearbeitet und bei zweimaliger Behandlung einen jährlichen Mehraufwand von zwei Stunden gemessen. Wir haben im November 2002 den Gegenversuch mit nur einer Person gemacht. Bei zügigem Arbeiten wurden für die Behandlung jedes auf zwei Zargen sitzenden Volkes 12 bis 15 Minuten gebraucht. Bei zwei Behandlungen also 24 bis 30 Minuten jährlich. Mit Blick auf das zu erwartende starke Volk, das uns schon Ende Mai 20 Kilo Frühtracht beschert, lohnt sich dieser Aufwand allemal.

 

Ergebnis: Diese Behandlungsmethode bringt einen Erfolg von 97,5 Prozent. Liegen weniger als 40 tote Bienen vor der Beute oder auf dem Lüftungsgitter, hat man mit Sorgfalt und Behutsamheit eine hohe Bienenverträglichkeit erreicht. Merke: "Je milder die Temperatur, um so bienenverträglicher ist die Behandlung mit 15prozentiger Milchsäure. Ableger und Kunstschwärme können, solange die Brut offen ist, während des ganzen Jahres mit MS behandelt werden. Wichtig ist jedoch, dass in diesen Fällen die Behandlung vor Beginn oder nach Beendigung des Bienenfluges erfolgt, weil tagsüber zu viele Milben mit ihren Bienen unterwegs sind" (sinngemäßes Zitat nach Dr. Otten).

 

In ADIZ/db/IF 1/2004 weist Fachberater Werner Gekeler auf eine Behandlung der Völker gegen Varroose zwischen den einzelnen Trachten hin.

Zusammenfassung: Keine Behandlung ohne Befallskontrolle. Liegt während der Trachtzeit der Milbentotenfall unter Ausschaltung der Verschlepper (Ameisen usw.) höher als fünf Varroen täglich, muss behandelt werden. Dabei dürfen sich keine Honigwaben im Volk befinden. Also abschleudern und die Leerwaben bis zum Ende der Behandlung bienensicher und trocken lagern. Dann: Leerzarge aufsetzen, zwei leere Waben zum Aufketten der Bienen einhängen. In Magazinen normaler Volkstärke auf zwei oder drei Zargen wird das Schwammtuch auf die beiden Rähmchen gelegt und mit 50- bis 60 Milliliter 60prozentiger Ameisensäure getränkt. Oder die Medizinflasche ohne Teller (MoT) wird mit 50 Milliliter 85prozentiger Ameisensäure gefüllt und aufgesetzt (Siehe auch: „Varroa unter Kontrolle“, Empfehlung der ARGE deutscher Bieneninstitute).Totenfall täglich kontrollieren. Frühestens 72 Stunden nach Behandlungsbeginn können die Leerwaben wieder zugehängt werden. Dann ist die vom Material der Bienenwohnung und den Honigkränzen der Brutwaben aufgenommene Ameisensäure weitestgehend verdunstet..

 

Dieses Behandlungskonzept wird laufend dem internationalen Standard bei der Behandlung von Bienenvölkern gegen Varroa destructor angepasst. Es darf vervielfältigt werden.

 

Johannes-Peter Ecke, Imkerei am Eltenberg, Lindenallee 11, 46446 Emmerich, Fon: 02828-2222, 02828-903836, Fax: 02828-903837,

e-mail: J.Peter.Ecke@t-online.de

 

Biologische Pflegemittel gegen Varroa

Pfefferminze gegen Varroa. Ein Imkerkollege hat in 2003 eine sehr intensiv duftende Pfefferminzpflanze (Sorte unbekannt) vermehrt, sie im September auf die Rähmchen gelegt, mit Folie abgedeckt, Deckel drüber. Nach einigen Tagen sei wieder Milbenfall feststellbar gewesen. Wochen vorher hatte er mit Apistan gearbeitet.  Er hat den Milbenfall nicht ausgezählt. Zehn Tage nach der ersten Kontrolle hätten abermals viele Milben auf der Windel gelegen. Bei einem dritten Test im Frühjahr seien die abgefallenen Milben hell bis Farblos gewesen und hätten überwiegend unter den Waben mit Brut gelegen. („bijen“, Mai 2004, Pag. 147)

H. van Welij, Cuijkseweg 5,  NL-5441-XA Oeffelt, Fon: 0031-485-361939

 

Rhabaraber und Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) in NL Oostindische Kers genannt, Heimat Peru, Blüten und Blätter essbar, wirksam gegen Myxomatose der Kaninchen, könnten die Ursache sein für plötzliches Verschwinden von  Varroen aus Bienenvölkern. Diese hätten über und zwischen Rhabarber und Kapuzinerkresse gestanden. Der Imker hatte alle seine Völker mit Apiguard behandelt und zwar zwei mal drei Wochen lang. Während in allen Völkern starker Milbenfall registriert wurde, gab es das bei dem Volk über Rhabarber und Kapuzinerkresse nicht. Weshalb?  Auf telefonisches Befragen am 27. Januar 2006 erklärte Hans van Rossen: „Das betreffende Volk stand zwischen dem Rhabarber und der Kapuzinerkresse. Links war der Rhabarber, rechts die Kapuzinerkresse. Das Volk  hatte einen offenen Boden, sodass die Ausdünstungen beider Gewächse in die Beute eindringen konnten.

(„bijen“, Januar 2005, Pag. 16)

Hans van Rossen, Aalbessenstraat 23, NL-2564-TS  Den Haag, Fon: 0031-70-3687 147,

e-mail: hansvrossen@hetnet.nl  

 

Schwamm Metarhizium anisopliae  hat sich als wirksam gegen die Varroose erwiesen. Der Schwamm sei nicht schädlich für Honigbienen und beeinflusse auch nicht das Legeverhalten der Königin. Bei den Versuchen wurden die Sporen dieses Schwammes auf einen Strip gebracht, der zwischen die Waben gehängt wurde. Binnen zehn Minuten hatten alle Bienen mit den Sporen Kontakt. Die den Bienen aufsitzenden Varroen verendeten nach drei bis fünf Tagen. Damit erwies sich der Schwamm als ebenso wirksam wie Coumaphos und Fluvalinat, sagen die Untersucher. Auch kontaminiere der Schwamm weder Wachs noch Honig. 

American Bee Journal 12-2004  

Haben Sie, lieber Nutznießer dieser Information, ähnliche Erfahrungen mitbiologischen Hilfsmitteln zur Unterdrückung der Varroose gemacht, dann schicken Sie mir bitte eine e-mail. Die Kollegen danken es Ihnen.

e-mail: j.peter.ecke@t-online.de

Die Falle des James West

Fängt den Kleinen Beutenkäfer und Varroa destructor

Quellen: American Bee Journal Februar/2004 Pag. 89 und Dadant Beekeping Catalogue  www.dadant.com

Als James West (* 1941) aus High Springs /Florida durch den Kleinen Beutenkäfer seine Bienen verlor, erfand er eine Falle, die den Kleinen Beutenkäfer tötet. Als Nebeneffekt ergab sich, dass in der Falle auch die Milbe Varroa destructor verendete. Bei der Beschreibung seiner Methode wird bewusst auf das gesamte Drumherum verzichtet und ausschließlich die Vorgehensweise beschrieben. Es wird dabei nicht unterschlagen, das James West wiederholt darauf hinweist, dass ihm die Lösung des Problems mit viel Geld sowie „mit Gottes und meines Sohnes Eric Hilfe“ gelang.

Kleiner Beutenkäfer:  Wer mit geschlossenem waagerechtem Boden imkert, kann die Methode des Kollegen James West unverändert übernehmen. Die Beute muss lediglich mit Hilfe einer Wasserwaage genau ausgerichtet werden. Wer mit zum Flugschlitz geneigter Bodenfläche imkert, muss das schräge Bodenteil für die Bekämpfung des Kleinen Beutenkäfers (Aethina tumida) gegen einen waagerechten Boden vorübergehend austauschen. Wessen Unterboden nicht hoch genug ist, der kann sich mit Leisten zwei mal zwei Zentimeter den nötigen Abstand zwischen Unterboden und Brutzarge verschaffen. Dazu braucht es nicht viel Fantasie.  In diesen „Trommelraum“ wird die „West’sche Beutenkäferfalle“ gestellt. Wie im Dadant-Katalog (www.dadant.com) ersichtlich, hat die Falle eine bienensichere Abdeckung, die nur vom Kleinen Beutenkäfer und den Varroen überwunden werden kann. James West empfiehlt den Einsatz der Falle ab dem Frühjahr. Die begatteten Weibchen des Kleinen Beutenkäfers seien fliegend auf der Suche nach einer Wiege für ihren Nachwuchs. In aller Regel würden sie auf dem Beutenboden zunächst nach einem Versteck für sich selbst suchen ~ und dabei in die Beutenkäferfalle geraten. Die Schale der Beutenkäferfalle enthalte bodenbedeckend ein beliebiges pflanzliches Öl, das durch Verschließen der Öffnungen des Chitinkörpers den Tod herbeiführe. Wichtig ist eine wasserdichte Beute. Eventuell einlaufendes Regenwasser lässt das Öl aufschwimmen und überlaufen. Bienen, die auf dem Beutenboden mit dem ausgelaufenen Öl in Berührung kommen, verenden. Jedes Volk muss eine eigene  Beutenkäferfalle haben, sparen wäre hier am falschen Platze.

Beobachter weisen im American Bee Journal 8/2005 darauf hin, dass die Weibchen des Kleinen Beutenkäfers bevorzugt Bienenvölker parasitieren, die bei Stress ein Alarmpheromon absondern. Eine Stresssituation wird beispielsweise durch die Behandlung mit Ameisensäure geschaffen. Der Kleine Beutenkäfer findet anhand des Alarmpheromons kranke, schwache und gestresste Völker. Das gleiche ABJ berichtet in 4/2005 von Beobachtungen, wonach frisch geschlüpfte Maden des Kleinen Beutenkäfers nach unten fallen, durch das Schutzgitter der Bodenwanne geraten und verenden.

Varroa destructor:   Uns Europäern bereitet die möglichst chemiefreie Bekämpfung der Varroa destructor größere Sorgen. Sie ist mit dem gleichen Gerät möglich. Wer mit offenem Boden imkert und eventuell sogar mit der Segeberger Beute, kann sich eine Metallwanne bauen (lassen), die der Bodenschieberplatte des Segeberger Beutensystems entspricht. Der Kollege Heinz Josef Klein-Hitpaß im Großraum Bocholt arbeitet seit einigen Jahren mit der Wanne. Er legt auf den Boden der Wanne ein Blatt Papier (Küchenrolle, Druckerblatt) und tränkt es großzügig mit pflanzlichem Öl. Seine Varroen fallen bei den bei uns gebräuchlichen Behandlungsmethoden (AS, MS, Oxalsäure, Perizin) durch das Bodengitter in das Öl und verenden. James West streut feinsten Puderzucker der Körnung 4X  auf und zwischen die Rähmchen und fegt den Puderzucker schließlich von den Rähmchen ins Volk.  Entscheidend ist nicht die Masse des eingesetzten Puderzuckers, sondern die Regelmäßigkeit, mit der er ins Haarkleid der Bienen gelangt. Vier Tage hinter einander wird behandelt, dann gibt es eine Pause von drei Tagen, danach wird abermals behandelt, über einen Zeitraum von 35 Tagen. Sobald der Puderzucker ins Haarkleid der Bienen gelangt, lassen sich die Milben fallen. Die Inspektoren des Florida Departements of Agriculture, Tom Dowda und Bill Langston haben die Völker des James West in zweiwöchigem Abstand untersucht und bestätigen, dass mit dessen Behandlungsmethode der Befall „auf Null“ zurück gedrängt wird. Die inzwischen entwickelte „verbesserte“ Methode, den Puderzucker mit einem Gebläse staubfein ins Volk zu blasen, erscheint mir noch nicht ausgereift.

Pflanzenöl:  Das pflanzliche Öl, mit dem James West arbeitet, ist die aus Canada stammende Variante unseres Rapsöles. Der Entdecker dieser Behandlungsmethode weist ausdrücklich darauf hin, dass das Öl regelmäßig (alle 14 Tage) aus der Schale entfernt werden muss, damit es nicht antrocknet und beim Reinigen erhebliche Mehrarbeit verursacht.

Eine neue Falle für fliegende Eindringlinge in Bienenvölker

als integrierter Bestandteil einer modernen Beute – Bauweise und Funktion.

Die Konstruktion und Funktion einer neuen Insektenfalle für Bienenbeuten ist unter dem Handelsnamen APIBURG  erhältlich. Diese Falle wird permanent anstelle des  Bodens  unter den Brutraum des Magazins gestellt. Damit lassen sich sehr wirksam Insekten, insbesondere Wespen fangen, ohne dass Köder erforderlich wären. Man betont, dass diese Falle auch s ehr wirksam bei der Bekämpfung des Kleinen Beutenkäfers (Aethina tumida) verwendet werden kann . . . .

M. D. Infantidis, S. Chatzopoulos, P. Katikou, in «Honeybee Science», 1-2005 Pag. 26

BM 01-2006, Pag. 10.

 

Wieso wirkt Pflanzenöl gegen Varroose ?

Untersuchungen an der Universität von West-Virginia und am Forschungszentrum Baton Rouge ergaben, dass sich ein Teil der Varroamilben in Brutzellen der Honigbiene sich nicht fortpflanzt, wenn das Volk auf irgendeine Weise mit pflanzlichem Öl in Kontakt gekommen war. Dieser Effekt wurde erreicht, wenn das Öl über Flüssigfutter, Futterteig, Honig oder eine andere Weise dem Volk gegeben wurde. Warum das so ist, wurde noch nicht festgestellt. Theoretisch bieten sich viele Möglichkeiten an.

Ko Zoet „bijen“ 1-2003, Pag. 13

 

Im Sommer legt man Bananenschalen vor die einzelnen Bienenwohnungen.

Der kleine „Beutenkäfer“ legt darauf gerne seine Eier und lässt sich auf diese

Weise unter Kontrolle halten.